Amazon und die Corona-Krise: Welche Auswirkungen hat das auf Amazon-Händler?

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Amazon und die Corona-Krise: Welche Auswirkungen hat das auf Amazon-Händler?

Übersicht
Amazons Maßnahmen im Überblick
Welche Veränderungen ergeben sich durch die Maßnahmen für Amazon FBA Seller?
Wie verändert sich der Verkauf auf Amazon für FBM Seller?
Als neuer Händler während Corona auf Amazon anfangen?
Wichtiges Wissen für Amazon Advertising in Corona-Zeiten
Wie verändert sich das Such-& Kaufverhalten der Amazon-Kunden
Zum Schluss

Übersicht

Amazon wird gerne als der große Gewinner der Corona-Krise bezeichnet. Doch auch für Marktgiganten wie Amazon bedeuten die weltweiten Ereignisse aufgrund der Corona-Pandemie Veränderungen, die sich vor allem auch auf Amazon-Händler auswirken.

In diesem Beitrag wollen wir Dir zum einen einen Überblick verschaffen, welche Maßnahmen und Regelungen Amazon während der Corona-Krise bisher ergriffen hat. Zum anderen wollen wir Dir als Amazon-Händler Ideen geben, wie Du mit den Veränderungen aufgrund der Vorkehrungen umgehen kannst.

Außerdem interessant sind die Auswirkungen auf das Suchverhalten der Amazon-Kunden zu Zeiten von Corona. Welche Veränderungen und Suchtrends lassen sich erkennen? Welche Produkte gewinnen und welche verlieren an Suchvolumen auf Amazon während Corona? Auch darauf, warum das für Dich wichtig ist, wollen wir in diesem Beitrag eingehen.

Amazons bisherige Maßnahmen im Überblick

Amazons Maßnahmen gegen den Coronavirus
Amazons Maßnahmen gegen den Coronavirus

Welche Veränderungen ergeben sich durch die Maßnahmen für Amazon FBA Seller?

Händler ist nicht gleich Händler auf Amazon. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Maßnahmen, die Amazon trifft, unterschiedliche Auswirkungen auf Amazon-Händler haben. Daher sind verschiedene Vorgehensweisen zum Umgang mit den Veränderungen durch die Corona-Krise notwendig. Deshalb thematisieren wir hier Amazon FBA Seller und Amazon FBM Seller eigenständig.

Neben Vendoren treffen die aktuellen Amazon Maßnahmen durch COVID-19 vor allem die Amazon FBA Seller, da sie ihre Ware an Amazon liefern und dort für die Lagerkapazität zahlen. Durch die Einschränkung der Aufnahme von neuem Lagerbestand in den entsprechenden Amazon Lagerzentren, kann es zu Zeiten von Corona zu Lieferengpässen an Amazon-Kunden kommen. Immerhin kann der Lagerbestand bestimmter Produkte temporär nicht aufgefüllt werden. Inzwischen wird diese Beschränkung zwar nach und nach wieder gelockert, doch Normalität ist noch nicht wieder in den Amazon Lagerzentren eingetreten (Stand 09.04.2020).

Obwohl Amazon die ursprünglich strikte Priorisierung auf die sechs Produktkategorien

  • Babyprodukte
  • Drogerie & Haushalt
  • Drogerie & Körperpflege
  • Lebensmittel
  • Industrie & Wirtschaft
  • Haustierbedarf

schrittweise wieder lockert, werden zurzeit noch nicht wieder alle Lagerbestände aufgefüllt.

Neben den ursprünglich sechs priorisierten Amazon Produktkategorien werden bei der Auffüllung der Lagerbestände inzwischen Produkte zusätzlich bevorzugt, die unter anderem eine hohe Nachfrage haben. Natürlich hängt die Aufstockung der Bestände auch davon ab, welche Kapazitäten das entsprechende Amazon-Lager überhaupt zur Verfügung hat.

Daher kann es weiterhin dauern, bis Lagerbestände wieder im normalen Maß befüllt sind. Zur Übersicht rät Amazon – so wie wir – die regelmäßig aktualisierte Übersichtsliste im Seller Central zu prüfen. Amazon hat zu diesem Zweck die Seite Lagerbestand auffüllen aktualisiert.

Darüber hinaus hat Amazon verkündet, dass als Entgegenkommen für seine FBA-Händler, die Lagerbestandskosten mit Fälligkeit zum 15.04.2020 aktuell ausgesetzt werden.

Das löst allerdings das eigentliche Problem nicht, dass Produkte nicht mehr vorrätig sind und Du ihren Lagerbestand nicht nachfüllen kannst. Dies ist aber notwendig, da die Beschränkungen auf priorisierte Kategorien nur für die Warenannahme bei Amazon Deutschland zählen. Bereits vor den Maßnahmen eingelagerte Produkte werden weiter an Amazon-Kunden verkauft und ausgeliefert; unabhängig davon, zu welcher Produktkategorie sie gehören.

Die Folge: Produkte sind ausverkauft und bleiben es vorerst, wenn sie nicht zu den priorisierten Amazon Produktkategorien zählen, deren Lagerbestand aufgestockt werden darf.

Eine Lösung für Amazon FBA Seller kann es sein, während der anhaltenden Corona-Krise und deren Auswirkungen auf die Handelsplattform Amazon, die Ware als FBM Händler zu vertreiben. Das löst zumindest die Problematik der fehlenden Lagerplätze bei Amazon, setzt jedoch voraus, dass Dir Lagerkapazitäten und Transportdienstleister für Auslieferung und Zustellung zur Verfügung stehen.

Wichtige Informationen für temporären Eigenversand als FBM Seller auf Amazon während der Corona-Pandemie:

Zur Umwandlung von Versand durch Amazon zu Versand durch Händler benötigt es nur wenige Schritte im Seller Central.

Lagerbestand verwalten im Seller Central wählen –> betreffende Produkte auswählen und markieren –> im Dropdown-Menü Versand durch Händler auswählen

Du solltest bei der Umstellung darauf achten, unter Einstellungen die Versandeinstellungen anzupassen. Damit kannst Du Transportzeiten und Versandkosten festlegen.

Es gibt ein paar wichtige Punkte, die als temporärer, aber auch als dauerhafter FBM Amazon Seller, wichtig sind:

  • Gültige Sendungsverfolgungsnummer verwenden, damit Kunden ihre Bestellung tracken können
  • Lieferzeiten anpassen; nicht nur beim Wechsel von FBA zu FBM, sondern vor allem auch, wenn es zwischenzeitlich zu Änderungen beispielsweise durch Schwierigkeiten des Transportdienstleisters kommt
  • Rücksendeeinstellungen festlegen
  • Drop Shipping-Richtlinien einhalten

Im Zuge der Überlegung den Versand der Ware selbst zu übernehmen, kann es interessant sein, seinen bereits eingelagerten Bestand bei Amazon in die eigenen Lager zurückzuholen. Amazon sag zu diesem Thema in seinem Webinar vom 03.04.2020, dass Remissionsaufträge wie gewohnt bearbeitet werden und es aktuell keine Verzögerung aufgrund von COVID-19 gibt.

Wie verändert sich der Verkauf auf Amazon für FBM Seller?

Als Amazon FBM Seller ändert sich wohl am wenigsten, da die vorgenommenen Maßnahmen von Amazon ihre eigenen Lagerzentren betreffen. Diese werden von Amazon FBM Sellern nicht genutzt. Nichts desto trotz ist die Corona-Situation genauso für diese Händler eine Herausforderung. Die folgenden Punkte sind gerade auch dann für Dich wichtig, wenn Du temporärer von FBA zu FBM wechselst.

Für Amazon FBM Seller ist in Corona-Zeiten neben der Gesundheit ihrer Mitarbeiter und funktionierenden Liefer- und Herstellungsketten, die Zuverlässigkeit und ausreichende Kapazitäten der Transportdienstleister von großer Wichtigkeit.

Um diese Punkte zu gewährleisten, ist für Dich in dieser Situation Kommunikation in jedem Bereich das wichtigste Mittel.

Auf der einen Seite Kommunikation mit Mitarbeitern und die Information über Schutzmaßnahmen und Regelungen, um die Gesundheit aller zu schützen. Dazu gehört, Ängste und Sorgen ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln. Auch mit Herstellern und Zulieferern war Kommunikation selten wichtiger als jetzt. Gibt es Schwierigkeiten oder Engpässe, bist Du als Teil in dieser Kette von den Auswirkungen betroffen. Um so früher Du über mögliche Komplikationen im Bilde bist, desto früher kannst Du darauf reagieren und Vorkehrungen treffen. Es gilt, bestmöglich vorbereitet zu sein.

Damit Deine verkauften Produkte in der angegebenen Zeit bei Deinen Kunden ankommen, ist die Kommunikation mit Deinem Transportdienstleister von großer Bedeutung. Gibt es bei ihm Engpässe oder Lieferschwierigkeiten? Dann gilt es gegebenenfalls Deine Lieferzeiten auf Amazon anzupassen, damit Deine Kunden kein schlechtes Einkaufserlebnis durch falsch versprochene Lieferdaten haben und im schlimmsten Fall Deine Verkäuferbewertung darunter leidet.

Dadurch ist im letzten Schritt die Kommunikation mit deinem Käufer wichtig. Das bedeutet, Veränderungen in Deinen Lieferzeiten in Deinem Amazon Konto immer schnellstmöglich zu aktualisieren. Sollte es vorkommen, dass Du überhaupt keine Bestellungen mehr verarbeiten kannst, gibt es im Übrigen die Funktion des Urlaubsmodus. Nach dessen Aktivierung werden innerhalb von 1 Stunde alle Deine Angebote von Suchergebnissen und Produktdetailseiten entfernt.

Können bereits getätigte Bestellungen nicht mehr bearbeitet werden, ist der richtige Schritt an dieser Stelle, die Bestellung zu stornieren. Wir raten, diese Option nur in dringenden Fällen zu nutzen und Bestellungen nicht übereilt zu stornieren, da das einen negativen Effekt auf deine Verkäuferleistung haben kann.

Besonders wichtig ist das Thema Lieferzeiten jetzt auch bei Prime durch Verkäufer. Die Option auf Prime-Versand ist für viele Amazon-Kunden ein Suchkriterium, allerdings kann es sich negativ auf Deine Verkäuferbewertung auswirken, wenn Du den versprochenen Prime-Versand nicht gewährleisten kann.

Für beide Fälle will Amazon seinen Verkäufern entgegenkommen. Die Verkäuferleistung soll hinsichtlich Rate verspäteter Lieferungen und Stornorate vor Erfüllung aktuell weniger streng bewertet werden.

Informationen wie genau diese geringere Gewichtung ausfällt und welche Umstände im Einzelnen berücksichtigt werden, gibt es aktuell nicht und wird sich erst zeigen. Daher empfehlen wir Dir, trotz der Krise auf Deine Verkäuferleistung bestmöglich zu achten.

Als neuer Händler während Corona auf Amazon anfangen?

Es spricht nichts dagegen, aktuell auf Amazon den Verkauf zu starten. Es empfiehlt sich derzeit, als FBM-Händler zu beginnen, da es dann keine Abhängigkeit von den Amazon Lagerzentren gibt. Ein Wechsel auf Amazon FBA ist zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Wenn Du dazu in der Lage bist, den Selbstversand zu ermöglichen, spricht nichts dagegen, während Corona den Verkauf auf dem Onlinemarktplatz Amazon zu beginnen.

Gerne unterstützen wir Dich dabei mit unserem Fachwissen von A bis Z in den Bereichen Consulting, Content und Advertising und helfen Dir, Deine Produkte auf Amazon oder anderen Marktplätzen zu platzieren.

Wichtiges Wissen für Amazon Advertising in Coronazeiten

Rund um das Thema Advertising gibt es auf Amazon jetzt ebenfalls einiges zu wissen und zu beachten. Daher solltest Du die Kampagnen während Corona genau im Auge behalten. Amazon kennt drei wichtige Kampagnen-Arten, zu denen es jeweils unterschiedliche Empfehlungen und Anmerkungen gibt.

Sponsored Products

Wichtig zu wissen bei der Schaltung von Sponsored Products Kampagnen ist, dass sie automatisch pausiert werden, wenn das beworbene Produkt nicht mehr im Amazon Lagerbestand vorrätig ist. Genauso automatisch wie die Kampagne angehalten wird, wird sie wieder fortgesetzt, sobald der Lagerbestand aufgefüllt werden konnte.

Amazon selbst empfiehlt seinen Händlern zum Thema Advertising und längere Lieferzeiten für gesponserte Produkte, die davon betroffen sind, die Option Dynamische Gebote – erhöhen und senken auszuwählen. Diese Einstellung ermöglicht, dass die Gebote automatisch daran angepasst werden, welche Veränderungen es in der Konversionsrate geben kann. Wird diese Option nicht gesetzt, musst Du mögliche Anpassungen manuell vornehmen und einen aufmerksamen Blick auf mögliche Änderungen von Lagerbestand, Konversionsrate usw. haben.

Sponsored Display Ads

Wie bei Sponsored Products werden Sponsored Display Ads automatisch pausiert, wenn das entsprechende Produkt nicht mehr im Lagerbestand von Amazon vorhanden ist und anschließend automatisch fortgesetzt, wenn der Lagerbestand nachgefüllt wurde.

Sponsored Display Ads sind von ihrem Grundaufbau mit dynamischen Geboten angelegt. Deshalb können hier gar keine manuellen Anpassungen der Gebote vorgenommen werden. Der einzige Ansatzpunkt ist hier die Umverteilung von Werbebudgets der unterschiedlichen Produkte. Hast Du beispielsweise ein Produkt, welche sich außerhalb der Corona-Krise gut verkauft, aktuell weniger Umsätze generiert, und gleichzeitig ein Produkt, das coronabedingt gute Umsätze erzielt beziehungsweise aufgrund der aktuellen Suchtrends erzielen könnte? Dann ist eine Umverteilung des Budgets eine Option, um Dein Produkt mit Konversionspotenzial weiter zu pushen.

Sponsored Brands

Sponsored Brands Kampagnen werden automatisch pausiert, wenn sie auf eine Produktlistenseite weiterleiten, auf der weniger als zwei Produkte vorrätig sind. Besteht eine Verlinkung von Sponsored Brands zu einem Store, wird der gesamte Produktkatalog angezeigt. Dass nicht mehr vorrätige Produkte im Produktraster beziehungsweise Vollgröße-Produkt-Kacheln nicht mehr angezeigt werden sollen, musst Du als Händler in den Einstellungen festlegen.

Du kannst überlegen, für Deine Sponsored Brands Kampagnen eine Umverteilung von Webebudgets vorzunehmen. Es gilt hier Keywords zu finden, die bessere Konversionsraten ermöglichen. Hilfreich kann hier vor allem ein Blick in die aktuellen Suchtrends und häufig verwendeten Suchbegriffe der Amazon-Nutzer sein. Eine große Hilfe kann dabei beispielsweise Amazon Brand Analytics sein. Der Aktualitätsbezug ist zu Corona-Zeiten wichtig, denn das zurückgreifen auf Erfahrungswerte wie saisonale Verkaufsgaranten aus den letzten Jahren ist zurzeit kaum möglich

Weitere häufig gestellte Fragen rund um das Thema Amazon und Corona von Händlern, hat Amazon in einem FAQ-Bereich beantwortet.

Ein regelmäßiger Blick auf die Entwicklung der aktuellen Suchanfragen von Amazon-Kunden zeigt, dass diese sich während Corona immer wieder verändern. COVID-19 macht dadurch saisonale Erfahrungswerte aus der Vergangenheit teilweise zunichte. Um so wichtiger ist die wiederkehrende Beobachtung der Suchbegriffe, um frühzeitig auf Trends reagieren und Werbebudgets gegebenenfalls anpassen zu können.

Wie verändert sich das Such- & Kaufverhalten der Amazon-Kunden

Nicht nur die Maßnahmen von Amazon sorgen zurzeit für Veränderungen auf dem Onlinemarktplatz. Auch ein Wechsel der Topsuchanfragen und dem Kaufverhalten der Amazon-Kunden zieht einen coronabedingten Wandel nach sich.

Das verdeutlicht beispielsweise ein Blick in Amazon Brand Analytics oder jedes andere Tool, das Zugang zu den Amazon-Suchanfragen gibt. Den Zugang zu Amazon Brand Analytics kann sich jeder Händler freischalten lassen, der eine Amazon Brand Registry hat.

Gerade mit der Gegenüberstellung der Zahlen von Zeitpunkten, zu denen Corona noch keine relevante Rolle eingenommen hat, werden die Unterschiede besonders deutlich.

Ein Rückblick in den März zeigt, dass sich im Suchverhalten der Amazon-Kunden vor allem Veränderungen des Alltagslebens wiederspiegeln. Auch politische Maßnahmen sowie wirtschaftliche Entscheidungen machen sich in den Suchtrends bemerkbar.

Ganz deutlich wird das bei der Betrachtung der vergangenen Wochen im März, in denen es nach und nach zu Veränderungen des täglichen Lebens kam. Und die Veränderungen zeigen, wie die Relevanz des Corona-Virus auf das private Leben steigt.

Zu Beginn des Monats März hat sich COVID-19 vor allem in Suchanfragen zu Desinfektionsmitteln, Mundschutz und Toilettenpapier gezeigt. Mit der Schließung der Ländergrenzen und der Ankündigung, dass Schulen und Kitas vorerst geschlossen bleiben, steigt die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln, Fieberthermometern und Puzzles an.

Durch die zunehmende Verlagerung des Arbeitsalltags ins Homeoffice – um beispielweise Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut zu bekommen oder soziale Kontakte zu minimieren – wird die passende Ausstattung des Heimarbeitsplatzes aber auch die Freizeitbeschäftigung immer wichtiger in Produktsuchanfragen.

Neben der Freizeitgestaltung mit digitalen und analogen Spielen ist besonders der Sport ein zentrales Thema während Corona. Durch die fehlende Möglichkeit das Fitnessstudio zu besuchen, rüsten viele auf Workout-Utensilien für Zuhause um.

Schwierig ist zurzeit durch das Corona-Virus der Amazon-Markt im speziellen und Onlinemarkt im Allgemeinen im Bereich Reisen und Urlaub. Da die Reisen in den Osterferien ausgefallen sind und nicht bekannt ist, ab wann zumindest Reisen innerhalb Deutschlands wieder überall möglich sind, ist dieses Feld aktuell nicht leicht. Das betrifft beispielsweise Produkte wie Reisekoffer, Bademode, Reisepasshüllen oder Kulturtaschen. Unklar ist auch, ob und wenn ja wie in diesem Jahr die Campingsaison ausfallen wird. Je nachdem wann es zu Lockerungen der Reisebeschränkungen kommt, kann es dann zu Nachholkäufen in diesen Bereichen kommen.

Ein positiver Trend zeichnet sich hingegen aufgrund des frühlingshaften Wetters im Bereich Gartengeräten ab. Dieser zeigt sich jedoch jährlich mit den steigenden Temperaturen und ist nicht ausschließlich auf das Corona-Virus zurückzuführen.

Hier ist interessant zu beobachten, ob es eine Steigerung der Suchanfragen im Vergleich zu den Vorjahren geben wird. Durch die teilweise Schließung von Baumärkten oder hohen Andrang und damit verbundenen Wartezeiten durch Sicherheitsvorkehrungen, ist denkbar, dass in diesem Jahr möglicherweise mehr Interessenten auf den Onlinemarktplatz Amazon für Gartengeräte zurückgreifen.

Neben Garten- und Grillutensilien sowie Gartenmöbeln, mit denen das Urlaubsfeeling in den eigenen Garten geholt wird, wird es interessant sein, Utensilien für den Heimwerkerbedarf und Dekoration im Auge zu behalten. Dadurch, dass mehr Zeit zu Hause verbracht wird, ist ein Anstieg in diesen Bereichen denkbar.

Sportequipment für das Heimtraining, Urlaubsfeeling im heimischen Garten, das Büro in den eigenen vier Wänden und der Kampf gegen die Langeweile durch fehlende Events und Treffen mit Freunden und Familie; das sind neben haltbaren Lebensmitteln sowie Gesundheit und Hygieneartikel die Gewinnerkategorien auf Amazon bisher.

Wie genau sich die weiteren Suchtrends der Amazon-Kunden verändern werden, hängt eng mit den kommenden politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zusammen. Daher ist es wichtig, die Suchtrends auf Amazon regelmäßig im Blick zu behalten und dadurch frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Zum Schluss

Langzeitvorhersagen sind derzeit nicht möglich. Unklar ist, welche Trends über die Krise hinaus anhalten werden. Sicher, der ein oder andere wird beispielsweise weiterhin auf eine Haarschneidemaschine nach Corona zurückgreifen. Viel wahrscheinlicher ist, dass mit der Wiederöffnung der Friseursalons die Nachfrage wieder sinken wird.

Daher ist ein genauer und regelmäßiger Blick auf alle wesentlichen Bestandteile und gute Kommunikation um so wichtiger während der Corona-Krise.

  • Regelmäßiges checken der Informationen, die Amazon an Händler verteilt
  • Enge Kommunikation mit Mitarbeitern, Zulieferern und Versanddienstleistern
  • Aktualisierung der Lieferzeiten auf Amazon, wenn nötig
  • Wiederkehrendes Überprüfen der Suchbegriffe die Amazon-Kunden verwenden, um Trends frühzeitig zu erkennen und Angebote sowie Werbekampagnen anpassen zu können
  • Politische Entscheidungen und Entwicklungen rund um Corona verfolgen

Nicht nur Amazon steht vor Herausforderungen, sondern jeder Händler, der den Marktplatz nutzt. Um so wichtiger ist es für Dich, immer informiert zu sein und einen guten Überblick zu behalten.

Mit unserer Expertise helfen wir Dir auch in diesen schwierigen Zeiten in den verschiedenen Bereichen rund um das Thema Amazon und Onlinemarktplatz; melde Dich gerne bei uns!

 

Vera Kuhn ist als Teil des eomazy-Teams im Bereich Content Creation Marketplaces tätig. Sie kümmert sich um alle Inhalte auf Onlinemarktplätzen und teilt zusätzlich ihr Fachwissen zu diesem Thema in Magazin- und Blogbeiträgen. 

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