Änderungen in der deutschen Marktplatzlandschaft

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Zum Ende des Jahres 2021 verändert sich die Marktplatzlandschaft in Deutschland. Zuerst kündigte MediaMarkt im Oktober seine neue Marktplatzplattform für gewerbliche Elektronik-Verkäufer aus Europa an und startete direkt mit der Beta. Doch weitere Neuerungen zeigen sich für Deutschland.

Decathlon startet mit einem neuen Marktplatz

Stationär und online setzt Decathlon momentan voll auf Expansionskurs. Neue Filialen in Jena, Augsburg, Stuttgart, Augsburg, Hamburg, Münster und Bochum sind bis 2022 geplant. Damit rechnet der Sportartikelhändler mit insgesamt 89 Filialen in Deutschland bis Ende nächsten Jahres. So soll das angestrebte Ziel von etwa fünf bis sechs Neueröffnungen pro Jahr erreicht werden.

Doch damit nicht genug. Das französische Unternehmen startet nun seinen eigenen Online-Marktplatz, integriert im eigenen Onlineshop. Mit zunächst 46.000 Artikeln bei 75 Eigenmarken steigt das decathlon.de  Sortiment nochmals auf 56.000 Produkte bei 200 neuen Marken. Dazu zählen Partner wie Adidas, Hummel oder Reebok. Auch nachhaltige Sportmodemarken wie Runamics oder deutsche Marken wie Puma finden Platz auf dem neuen Sportmarktplatz.

Bereits seit 2009 bietet Decathlon Sportbegeisterte einem Onlineshop in Deutschland. 2020 glänzte das Unternehmen mit einem Umsatzanteil von 28 % und gewinnt als französisches E-Commerce Unternehmen massiv an Bedeutung. Der Sporthändler zählt in der aktuellen EHI-Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2021“ mit Platz 59 zu den 100 größten Onlineshops auf dem deutschen Markt und belegt sogar als Händler im Bereich „Sport & Outdoor“ den zweiten Platz.

International ist der Decathlon-Marktplatz nichts Neues. Bereits in Belgien, England, Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande, Polen, Portugal, Hongkong läuft der Marktplatz. Wichtige Fragen für interessierte Partner fasst Decathlon auf einer eigenen Seite zusammen und gibt hier auch einen Überblick über Vorteile und den Registrierungsprozess.

Rewe stellt Marktplatz ein

Am 31. Januar 2022 ist Stichtag. In Zukunft schließt der Rewe-Onlineshop seine Pforten für Händler und Käufer. Noch bis Ende 2021 haben Kunden die Möglichkeit, Bestellungen aufzugeben. Danach nutzt das Unternehmen den letzten Monat, um restliche Aufträge abarbeiten zu können. Der Marktplatz war für Drittanbieter eine Möglichkeit, bei Rewe eigene Produkte an den Endkunden zu bringen. Dort konnten Lebensmittel oder Alltagsgegenstände mit dem Rewe-Paketservice versendet werden. Zu den großen Händlern der Plattform zählen Dallmayr, Käfer, Alternate oder Butlers.

Warum der Marktplatz schließt, ist noch unklar. Trotz aktiver Nutzer und erreichten Unternehmensziele möchte man in Zukunft auf eine andere Strategie setzen. Welche das genau sei, ist noch unbekannt.

 

Antonia Genßler unterstützt das eomazy-Team neben ihrem Studium im Fachbereich E-Commerce an der FH Würzburg in den verschiedenen Aufgabenbereichen rund um das Thema Online-Marktplätze und hilft bei der Verbreitung des eomazy-Fachwissens durch informative Beiträge und News auf der Homepage.

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