FBA – Fulfillment By Amazon

Amazon FBA bedeutet „Fulfillment by Amazon” und stellt eine Versandoption aus dem Hause Amazons dar. Amazon übernimmt dabei die gesamte Auftragsabwicklung. Diese beinhaltet Lagerung, Versand, Retouren und die Kundenbetreuung.

Die Idee hinter Amazon FBA ist, dass sich Unternehmer nicht um die logistischen Aufgaben kümmern müssen und sich so ganz auf das Wachstum ihres Unternehmens konzentrieren können.

Abwicklung über Fulfillment By Amazon

Vertreibst Du als Händler Deine Produkte auf Amazon mit einem professionellen Verkäuferkonto, kannst du auf den Service des Amazon FBA zugreifen. Sind Deine Produkte bereits in der Herstellung, kannst du dich um Dein Produktlisting kümmern. Sobald Du Deine Produktlieferung vom Hersteller erhalten und Dein Listing erstellt hast, kannst Du Deine Waren direkt an die Logistikzentren von Amazon schicken. Sind dort Deine Produkte eingelagert, kannst Du sie für den Verkauf freigeben. Sobald ein Kunde Dein Produkt bestellt, wird es von einem Amazon Mitarbeiter verpackt, etikettiert und verschickt. Diese, werden dann über den Prime-Versand an den Käufer zugestellt. Ebenso werden Retouren von Amazon geregelt.

Kosten für Amazon FBA

Neben einer monatlichen Gebühr in Höhe von 39 € für das professionelle Verkäuferkonto werden Lagerkosten pro Kubikmeter/Monat von Amazon verlangt. Dazu kommt eine Vermittlungs- und Versandgebühr nach einem erfolgreichen Verkauf. In den meisten Kategorien beträgt diese 15%. Senden Deine Kunde ein Produkt an Amazon zurück, wird eine Erstattungsgebühr zu 20% Deiner Verkaufsgebühr fällig. Wenn ein zurückgesendetes Produkt schwerwiegende Schäden oder Verschmutzungen aufweist, kommen außerdem Remissionskosten von 0,25$ – 0,40$ auf Dich zu.  

Anleitung für Fulfillment By Amazon

Amazon-Anfänger können die Abläufe von Amazon FBA zu Beginn kostenlos testen und ihre Artikel für den Anfang ohne Listungsgebühren einstellen. Um jedoch dauerhaft am Amazon FBA Programm teilnehmen zu wollen, sind folgende Schritte für Dein Unternehmen wichtig:

1. Ein Geschäftskonto eröffnen

Grundsätzlich benötigst Du von Amazon am Anfang kein separates Geschäftskonto. Jedoch es eins von Vorteil, da dort von Beginn an Deine Kosten, Einnahmen und Aufgaben von privaten Transaktionen getrennt werden.

2. Deine Umsatzsteuer-ID & Steuernummer beantragen

Zum Erstellen rechtsgültiger und konformer Rechnungen und um jährlich Deine Einnahmen ans Finanzamt übermittelt zu können, benötigst Du Deine Umsatzsteuer-ID und eine Steuernummer. Diese kannst Du beim Finanzamt per Fragebogen beantragen. Bist Du Kleinunternehmer und machst von der Kleinunternehmerregelung keinen Gebrauch, ist die Umsatzsteuer-ID Pflicht.

3. Das Beantragen einer EORI-Nummer

Produzierst Du die Ware Deines Businesses nicht selber, sondern kaufst sie von Lieferanten aus dem EU oder Nicht EU-Ausland und lässt diese importieren, benötigst Du eine EORI-Nummer (Economic Operator’s Registration and Identification). Sie ersetzt die frühere deutsche Zollnummer und dient als Identifikationsnummer. Über diese Nummer kann Amazon sämtliche Informationen des Händlers abfragen werden.

Die Beantragung einer EORI-Nummer ist unkompliziert und kostenlos.

4. Deine Amazon FBA Produkte finden

Es ist ratsam, anfangs eine ausführliche Produktrecherche für potenzielle Amazon FBA Produkte durchzuführen. Diese ist entscheidend dafür, ob das Produkt Erfolg für Dich und Dein Business bringt. Dabei sind zwei Punkte entscheidend: Nachfrage und Wettbewerbsintensität. Dein Produkt muss für Amazon FBA also aktiv von potenziellen Käufern nachgefragt werden und zeitgleich sollte der Markt nicht vor Mitbewerbern überquellen. Verkaufst Du Deine Produkte bereits auf Amazon und möchtest nun auf FBA wechseln, kannst Du prüfen, welche Deiner Produkte Topseller sind und gleichzeitig einfach versandt und platzsparend gelagert werden können. Diese eigenen sich vorzugsweise für die Nutzung des FBA-Angebots.  

5. Dein Produkt fertig stellen

Um Dein Produkt kundenfreundlich zu gestalten und Kunden potenziell an Deine Marke zu binden, solltest Du ein Logo und eine einzigartige Verpackung verwenden. So kannst Du beispielsweise auch gleichzeitig zeigen, für welche Werte Deine Marke steht.

Um von Amazon in den FBA-Lagern aufgenommen zu werden, sind EAN-Nummern für Deine Produkte notwendig. Diese sind eindeutig Deinem Produkt zugeordnet und bringen den Vorteil, dass Amazon Dein Produkt jederzeit erkennen und auffinden kann. Diese erhältst Du bei der GS1 Germany. Diese ist international nutzbar und kostet einmalig 230 € und jährlich 150 €.

6. Deine Amazon-Listings erstellen

Sie sind der Grundstein für eine erfolgreiches Amazon-FBA-Unternehmen. Bei der Erstellung Deiner Amazon Listings solltest Du Deine Produkte werblich umschreiben und dabei Kaufreize setzen. Weiterhin solltest Du auf die Optimierung Deiner Inhalte achten, um für Kunden-Suchanfragen höher auf der Produktsuchseite gerankt zu werden.

Bei der Nutzung von Amazon FBA erhalten die entsprechenden Produkte das Amazon Prime Label. Dies ist häufig ein weiterer Kaufanreiz für Kunden, besonders gegenüber Produkten ohne dieses Badge oder sogar Artikeln mit Versandkosten. Amazon-Nutzer können ihre Suchanfrage sogar nach Amazon-Prime-Produkten filtern. In der BuyBox wirst Du bei Deinen Produkten weiterhin als Händler hinter „Verkauft durch“ genannt, allerdings steht im Weiteren dann „Versand durch Amazon“.

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