Zalando wächst: C&A im Connected Retail Programm und mögliche Übernahme Flaconis

Der stationäre Handel befindet sich im Corona-Lockdown, während der Online-Handel boomt. Besonders der Moderiese Zalando konnte trotz der Krise in Q3 deutlichen Zuwachs verzeichnen. Die anhaltende Corona-Pandemie und die dadurch verordneten temporären Ladenschließungen schwächen den stationären Einzelhandel. So musste bereits beispielsweise das Modehaus Adler Insolvenz anmelden und gibt als Grund vor allem die Umsatzeinbußen durch die Ladenschließungen an. Viele Unternehmen setzen in dieser Zeit daher vermehrt auf das Onlinegeschäft. Um den sinkenden Umsätzen entgegenzuwirken, hat sich der Modehändler C&A daher Ende Februar dazu entschlossen, dass Connected Retail Programm des Online-Moderiesen Zalando zu nutzen.

Zalando Connected Retail als Chance für stationären Handel

Das Programm „Zalando Connected Retail“ wurde bereits 2018 ins Leben gerufen. So wird Händlern die Möglichkeit geboten, Produkte über die Mode-Plattform zu verkaufen. Einer der großen Akteure ist die Modekette C&A, die Zalando für sein Partnerprogramm gewinnen konnte. Neben mehr als 500 neuen Geschäften, die sich seit Anfang des Jahres 2021 für das Programm anmeldeten, ist C&A ein besonders großer Partner. Insgesamt hat Zalando nun mehr als 3.000 Partner-Unternehmen mit ins Boot geholt.

Der Online-Modehändler bietet seinen Partnern eine Schnittstelle zur hauseigenen Plattform. Diese stellt notwendige Software sowie zusätzliche Services wie Zahlungsmöglichkeiten oder Kundenbetreuung bereit. Im Gegenzug erhält Zalando eine Provision und macht seinen Online-Shop durch die kontinuierliche Erweiterung des Sortiments für Kunden noch attraktiver. Das Partner-Unternehmen darf dabei selbst entscheiden, ob es die bestellten Waren direkt an die Kunden liefert oder ob Käufer per Click & Collect die Artikel im Geschäft abholen können.

C&A als erster vertikaler Einzelhändler

Bisher hatte C&A seine Ware nur über die Filialen oder den hauseigenen Onlineshop angeboten. Durch Kooperation mit Zalando möchte C&A nun von der Reichweite profitieren. „Neben unserem eigenen Onlineshop stärkt die Kooperation mit Zalando unsere Omnichannel-Strategie und unsere Position als eine der führenden Modemarken in Europa mit einem breiten Angebot an nachhaltigeren Produkten.“, betont Martijn van der Zee, Chief Merchandise & Sourcing Officer bei C&A Europa. Zunächst startet C&A mit der Anbindung einzelner Filialen an das System. Langfristig aber sollen weitere Standorte folgen.

Zalando bald im Kosmetiksegment tätig?

Nicht nur das Connected Reail Programm wächst. Bereits seit 2018 verkauft der Online-Modehändler nicht nur Bekleidung, sondern versucht sich auch auf dem Make-Up und Kosmetikmarkt zu etablieren. Um den Erfolg nun auch in diesem Bereich zu stärken, plant Zalando laut Insider-Quellen die Übernahme des Parfum-Shops Flaconi, berichtete das Manager Magazin Mitte Februar. Eine öffentliche Stellungnahme liegt hierzu bisher nicht vor. Es bleibt also abzuwarten, ob Zalando weiter in die Kosmetiksparte vordringt und so für Douglas, Sephora und Co. zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz wird.

 

Antonia Genßler unterstützt das eomazy-Team neben ihrem Studium im Fachbereich E-Commerce an der FH Würzburg in den verschiedenen Aufgabenbereichen rund um das Thema Online-Marktplätze und hilft bei der Verbreitung des eomazy-Fachwissens durch informative Beiträge und News auf der Homepage.

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