Rakuten.de schließt Mitte Oktober den Online-Marktplatz

02 min

Für viele Händler vollkommen überraschend, kam zum Ende der vergangenen Woche diese Nachricht: Rakuten.de schließt seinen Deutschland-Markplatz . Vor Kurzem noch hatte Rakuten mit einem Einführungsangebot neue Händler angeworben. Zudem steht mit der Ankündigung gleichzeitig die Schließung unmittelbar bevor; ab dem 15. Oktober nimmt Rakuten.de keine Bestellungen auf dem Onlinemarktplatz mehr entgegen. Nach dem Stichtag werden vor dem 15. Oktober getätigte Bestellungen noch abgewickelt, aber keine neuen Aufträge mehr angenommen.

Rakuten in Deutschland

Bei Rakuten handelt es sich um ein japanisches Online-Unternehmen. Mitte 2011 übernahm das deutsche Tochterunternehmen Rakuten Deutschland GmbH das Unternehmen Tradoria und versuchte sich unter der Website Rakuten.de einen Namen in der Welt der deutschen Online-Marktplätze aufzubauen.

Bereits vor einigen Jahren zog sich Rakuten aus anderen europäischen Ländern wie Österreich, Großbritannien und Spanien zurück, um den europäischen Fokus auf den deutschen und französischen Markt zu setzen. Nun schließt Rakuten auch seinen deutschen Marktplatz. Eine weitere Ähnlichkeit zu den bereits erfolgten Ausstiegen: Das offene Marktplatz-Modell Club R bleibt wie zuvor in Spanien und Großbritannien auch in Deutschland verfügbar. Auch andere Unternehmen der Rakuten-Firmengruppe werden bleiben. So können Kunden beispielsweise Rakuten Points weiterhin bei Rakuten-Partner sammeln und für Rakuten TV, Rakuten Viber oder Gutscheine einlösen. Die konkreten Konsequenzen für Kunden, die durch die Marktplatz-Schießung entstehen, hat Rakuten in einem eigenen FAQ-Bereich zusammengefasst. Händler sollen die notwendigen Informationen über direkte Nachrichten, wie es bereits bei der Ankündigung der Schließung geschehen ist, erhalten.

Die Konsequenzen der Schließung für Händler auf Rakuten.de

Da Rakuten.de schließt, verlieren die dort verkaufenden Händler einen Absatzmarkt und den dort womöglich bereits aufgebauten Kundenstamm. Rakuten kündigte jedoch an, die Händler in der Übergangsphase bei der Bearbeitung der Bestellungen zu unterstützen. Für Retouren und Kundenservice-Anfragen sichert Rakuten außerdem einen Übergang zum direkten Händlersupport zu.

Rakuten-Händler sollen zudem alle notwendigen Informationen und Unterlagen erhalten sowie die Information, wann sie mit der abschließenden Auszahlung aus den Verkäufen rechnen können.

Wo Rakuten nach der Schließung präsent bleibt

In der Nachricht, in der Rakuten die Händler über die Schließung informiert hat, geht das Unternehmen zusätzlich knapp auf die Gründe und zukünftigen Pläne ein. So erklärt Rakuten, dass das Unternehmen diesen Schritt im Zuge eines Transformationsprozesses gegangen ist. Dieser soll dazu beitragen, den Fokus zukünftig auf andere Investitionen zu setzten. Wichtige Bereiche dafür sind für Rakuten die Themen Advertising und digitale Inhalte, da diese die größten Aussichten auf ein beständiges Wachstum und Marktpräsenz bieten.

 

Vera Kuhn ist als Teil des eomazy-Teams im Bereich Content Creation Marketplaces tätig. Sie kümmert sich um alle Inhalte auf Onlinemarktplätzen und teilt zusätzlich ihr Fachwissen zu diesem Thema in Magazin- und Blogbeiträgen. 

eo:news

Kontakt

Dein Kontakt
zu uns

  +49 9381 5829046